Babyportraits

Aufregend jedoch wunderschön

Es ist geschafft, die neun Monate Schwangerschaft sind vorbei ! Endlich ist das Baby da – am Anfang zwar noch etwas rot und verschrumpelt, jedoch selbst das laute Kreischen hört sich an wie pure Liebe. Nun beginnt die neue Phase, die Phase des kennen lernens, von Mami und Kind und Papi J

Hatte sich das Leben von Mami und Papi schon während der Schwangerschaft erheblich verändert, setzt die Präsenz des kleinen, neuen Erdenbürgers noch einen drauf. Nichts ist mehr so wie es vorher war, durchwachte Nächte oder „frühzeitiges frühmorgendliches“ Aufstehen, rot geränderte Augen ….

Nach dem ersten großen Glück und Euphorie, welches die Geburt eines Kindes mit sich bringt, kommt es in de Wochen danach oft zu Müdigkeit, Nachdenklichkeit oder sogar Frust.

Die Freiheit, die beschnitten wurde, ist doch noch stärker, als man sich es hatte vorstellen können. Die Verantwortung für das junge Leben, seine eigenen vorhandenen Bedürfnisse hinten anstellend, wirkt man manchmal gereizt.  Bei manchen, vor allem jungen Müttern, vor allem beim ersten Mal, geht das schon mal bis zu depressiven Phasen.

Für die Mama ist das Baby ja nichts fremdes mehr, wenn man es 9 Monate in seinem Bauch heranreifen merkt, für den Papi jedoch schon noch. Nur für das Baby sind die beiden bereits lange bekannt.

Bereits während es im Bauch heranwuchs, bekam es alles mit, erst nur grob – warm , kalt, laut , leise usw.

Mit der Zeit entwickeln sich mit dem Gehirn auch bereits Synapsen, die Unterscheidung von Tönen und Klängen, von Stimmungen und vielen weiteren Dingen wird immer feiner.

Es hört den Eltern bereits im Bauch liegend zu, Stimmen und Reaktion werden ihm bereits geläufig, das Lachen von Mama und Papa ist ihm bereits vertraut. Wenn es auf der Welt ist, kann das Neugeborene sehr schnell den Bezug von Stimme, Geruch und Ansicht verbinden.

Alle Emotionen die dem Kind zeigen, wird es aufnehmen, alle!

Natürlich ist Liebe, im engsten Sinner der Bedeutung, jetzt das wichitgste was das Kind braucht. Welches nun eine Priorität darstellt, alle: Geborgenheit, Sicherheit, Vertrauenswürdigkeit, Verlässlichkeit!

Vor über 80 Jahren ergaben schon erste Untersuchungen hospitalisierter Kinder:

„Trotz ausgewogener Ernährung litten die Kinder oft an Infektionen der Atemwege und an unerklärlichem Fieber. Sie nahmen an Gewicht kaum zu, und ihr körperlicher Zustand verschlechterte sich, weil sie zum Beispiel Durchfall bekamen, Anzeichen von Muskelschwäche zeigten und Essstörungen entwickelten. Eine Untersuchung an Kindern aus Findelhäusern in den USA und Kanada berichtete über schwere psychische und physische Schäden, wie auch über hohe Sterblichkeitsraten trotz guter Ernährung und medizinischer Versorgung (Spitz und Wolf 1946).“

Solche Folgen fand man auch später oft bei Kindern in deren Familien es wenig oder keine enge Bindung zwischen Kind und den Eltern gab, in denen es einen hohen Streßanteil gab.

„In Familien, die durch emotionale Distanz geprägt sind, haben sie Untergewicht und der Aufbau ihrer Knochen verzögert sich. Wenn man sie aus dieser Umwelt herausnimmt, fangen sie an zu wachsen. Das Wachstum setzt aber wieder aus, wenn man sie zurückbringt – ein Phänomen, das als psychosoziale Wachstumsschwäche (psychosocial dwarfism) bekannt ist“ (Zimbardo, Psychologie 1988).

Babys erfahren und spüren ihre Liebe, Zuneigung und Zuwendung am intensivsten, wenn sie sich körperlich nahe sind mit Mama und/oder Papa. Aus diesem Grund sollten sie ein Neugeborenes niemals viel zu lange sich selbst überlassen. Sie schlafen nirgends lieber, schneller und wohliger ein , als dicht bei Mama und Papa, wenn sie deren nähe spüren, den Atem hören und spüren oder die Stimme hören.

Ihre Zuwendung und Bindung geben ihren Kinder das „Urvertrauen“, das für die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens enorm wichtig ist.

„Die Bindung wird durch Lebensumstände gefördert, die die Dauer und/oder Häufigkeit engen Körperkontaktes begünstigen. So ist es nicht verwunderlich, dass erstgeborene Kinder oder Risikokinder (Frühgeburten oder kranke Kinder) oft die besten Bedingungen zur Entwicklung der Bindung haben“ (Zimbardo, Psychologie 1988).“

Bei einem Baby können Sie deshalb Liebe und Zuwendung niemals überdosieren – je stärker es das Gefühl hat, dass da jemand in der Nähe ist, auf den es sich blind verlassen kann, desto gesünder wird es sich entwickeln.


Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s